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	<description>DAS MAGAZIN</description>
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		<title>&#220;ber Mode – Februar 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Beutelschema.</strong> F&#252;r M&#228;nner ist sie eines der gr&#246;&#223;ten Mysterien, und zugegeben: Auch wir wundern uns gelegentlich, wie auf so wenig Raum so viel verschwinden kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignnone size-full wp-image-836" title="Tasche" src="http://www.etoile-konstanz.de/wp-content/uploads/tasche.jpg" alt="" width="530" height="674" /></h2>
<h2>Beutelschema</h2>
<p>F&uuml;r M&auml;nner ist sie eines der gr&ouml;&szlig;ten Mysterien, und zugegeben: Auch wir wundern uns gelegentlich, wie auf so wenig Raum so viel verschwinden kann – aber ohne die Tasche w&auml;ren wir nackt. Weil wir aber immer und &uuml;berall gut angezogen sein wollen, brauchen wir sie, viele sogar, wenn auch nicht ganz so viele wie die Lady von einst, als die Tasche ausnahmslos das komplette Outfit bestimmte – oder umgekehrt. Heute gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht: vom Cityshopper bis zur Abendtasche, in die au&szlig;er einem Lippenstift eigentlich nichts hineinpasst. Ridik&uuml;l wurde einer der Vorg&auml;nger genannt, aber nicht nur, weil er l&auml;cherlich (ridicule) klein war, sondern eine spezielle Optik hatte, denn réticule hei&szlig;t Netz. Die artverwandte Pompadour klingt kaum weniger l&auml;cherlich und geht tats&auml;chlich auf Madame de Pompadour, der M&auml;tresse von Ludwig XV., zur&uuml;ck. Die Beutelschema-T&auml;schchen wurden damals &uuml;brigens unterm Rock getragen. Undenkbar heute, wo es nicht nur um Inhalte geht, sondern vor allem um die Tasche an sich und deren Ausf&uuml;hren, was kultiviert sein will und sich je nach Modell steigern l&auml;sst: l&auml;ssig &uuml;ber der Schulter, damenhaft am Unterarm und vollendet in der Hand.</p>
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		<title>&#220;ber Mode – Januar 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Dr&#252;ber und drunter.</strong> Der Pullover ist ein Jungspund – nicht, weil er modifiziert eines der ersten Kleidungsst&#252;cke der Kindheit ist, aus dem man (ob nun mit Ringeln oder sp&#228;ter mit Rauten) irgendwann rausgewachsen sein sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignnone size-full wp-image-823" title="Pullover" src="http://www.etoile-konstanz.de/wp-content/uploads/pullover.jpg" alt="" width="530" height="684" /></h2>
<h2>Dr&uuml;ber und drunter</h2>
<p>Der Pullover ist ein Jungspund – nicht, weil er modifiziert eines der ersten Kleidungsst&uuml;cke der Kindheit ist, aus dem man (ob nun mit Ringeln oder sp&auml;ter mit Rauten) irgendwann rausgewachsen sein sollte. Nein, wir meinen seinen relativ jungen Werdegang in der jahrtausendealten Modegeschichte. Gesellschaftsf&auml;hig ist er erst im 20. Jahrhundert geworden, was mit einem neuen Ph&auml;nomen zu tun hat: sich freiwillig drau&szlig;en zu bet&auml;tigen, nennen wir es Outdoor-Bewegung. Zuvor war er irgendwie Arbeiterklasse und Seemannsgarn. In den Goldenen Zwanzigern aber vergn&uuml;gte man sich zusehends mit Tennis und Golf, und der Pullover streifte nicht nur sein schmuddeliges Image ab, sondern breitete sich in den unterschiedlichsten Szenen aus: der schwarze Rolli unter den Existenzialisten, das Grobgestrickte wurde von der &Ouml;kobewegung auf die Stra&szlig;e getragen, der wild gemusterte Skipullover hingegen von den Pisten in die Clubs. Heute kann man sagen: Es gibt Kleidungsst&uuml;cke, die preiswert sein d&uuml;rfen. Ein Pullover geh&ouml;rt nicht dazu. Ob Kaschmir oder Merino – ein gutes Garn ist wie ein guter Freund und sollte entsprechend sorgf&auml;ltig ausgew&auml;hlt und auch genutzt werden.</p>
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		<title>&#220;ber Mode – Dezember 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 15:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Der G&#252;rtel. Vom Zweck zur Zierde.</strong> Ein Mann ohne G&#252;rtel ist wie eine Frau ohne Frisur. F&#252;r die Dame ist er kein Muss, aber er kann gezielt eingesetzt mehr als nur das T&#252;pfelchen auf dem i sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignnone size-full wp-image-811" title="Ueber-Mode-Guertel" src="http://www.etoile-konstanz.de/wp-content/uploads/Ueber-Mode-Guertel1.jpg" alt="" width="530" height="632" /></h3>
<h3>Der G&uuml;rtel</h3>
<p><strong>Vom Zweck zur Zierde</strong></p>
<p>Ein Mann ohne G&uuml;rtel ist wie eine Frau ohne Frisur. F&uuml;r die Dame ist er kein Muss, aber er kann gezielt eingesetzt mehr als nur das T&uuml;pfelchen auf dem i sein. Friedrich Schiller, der auch einer der anerkanntesten &Auml;sthetiktheoretiker seiner Zeit war, widmete dem scheinbar nebens&auml;chlichen Accessoire in seinem Essay „&Uuml;ber Anmut und W&uuml;rde“ gleich mehrere Seiten, im sehr &uuml;bertragenen Sinne zwar, aber durchaus ableitbar. So hei&szlig;t es: „Die griechische Fabel legt der G&ouml;ttin der Sch&ouml;nheit einen G&uuml;rtel bei, der die Kraft besitzt, dem, der ihn tr&auml;gt, Anmut zu verleihen, und Liebe zu erwerben.“ Wir k&ouml;nnen zum einen daraus erkennen, dass der G&uuml;rtel ein antikes St&uuml;ck ist (erste Funde stammen sogar aus der Bronzezeit), zum anderen, dass er besonderen Liebreiz &uuml;ber dem Kleid entwickeln kann, denn die G&ouml;ttinnen hatten ja noch nicht die Hosen an. Im Hier und Heute kann der G&uuml;rtel aber auch dort f&uuml;r die Frau eine Zierde sein – wenngleich es eine Vielzahl von Schnitten gibt, die keinen vorsehen. Wie auch immer ist er v&ouml;llig losgel&ouml;st von der Zweckm&auml;&szlig;igkeit, die er schon ab dem 17. Jahrhundert so langsam verlor: einfach die Kleidung zusammenzuhalten.</p>
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		<title>&#220;ber Mode – November 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 07:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über Mode]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Jackenjecken.</strong> Jacke wie Hose? Nein, eben nicht, weil die Wahl dieser Oberbekleidung alles andere als egal ist und gerade die Jacke nicht zu allem passt …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-788" title="Ueber_Mode_Jacken" src="http://www.etoile-konstanz.de/wp-content/uploads/Ueber_Mode_Jacken.jpg" alt="" width="530" height="400" /></p>
<h3>Jackenjecken</h3>
<p>Jacke wie Hose? Nein, eben nicht, weil die Wahl dieser Oberbekleidung alles andere als egal ist und gerade die Jacke nicht zu allem passt. Au&szlig;erdem verk&ouml;rpert sie etwas, das wir gar nicht m&ouml;gen: &Uuml;bergangswetter. Ohne sie fr&ouml;steln wir, mit ihr schwitzen wir, wissen also nicht so recht, wohin damit, weswegen uns das eindeutigere Drunter und Dr&uuml;ber des Winters – wahlweise in unserem Arctic Parka von Woolrich oder in einem Mantel von Burberry – fast so lieb ist wie der Sommer. Und doch brauchen wir die manchmal bequeme, immer aber sch&uuml;tzende Jacke, seitdem es uns im 20. Jahrhundert von Heim und Herd nach drau&szlig;en getrieben hat, um die neue Bewegungsfreiheit zu genie&szlig;en. Mitunter l&auml;uft man allerdings Gefahr, zur Werbewitzfigur zu mutieren (Michelin-M&auml;nnchen-Look) oder zum Landadel gez&auml;hlt zu werden, nur weil man so einen „Range Rover zum Anziehen“ tr&auml;gt, wie die Briten die Steppjacken von Husky nennen. Aber das soll jetzt keine Schm&auml;hschrift gegen die Joppe als modisches Statement an sich sein, die ja auch als Blazer oder gar Bolero viele Akzente zul&auml;sst, sondern nur die &Uuml;berleitung zu einer alten rheinischen Weisheit: Jede Jacke ist anders.</p>
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		<title>&#220;ber Mode – Oktober 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 09:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über Mode]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Schaftkunde.</strong> Wenn wir &#252;ber den Siegeszug des Stiefels reden, denken wir zuallererst an die 30er-Jahre des 19. Jahrhunderts, als der Schuh mit dem Schaft aus der Exklusivit&#228;t des be­­rittenen Milit&#228;rs die Damenwelt eroberte …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-776" title="Ueber_Mode_Schaftkunde" src="http://www.etoile-konstanz.de/wp-content/uploads/Ueber_Mode_Schaftkunde.jpg" alt="" width="248" height="248" />Schaftkunde</h3>
<p>Wenn wir &uuml;ber den Siegeszug des Stiefels reden, denken wir zuallererst an die 30er-Jahre des 19. Jahrhunderts, als der Schuh mit dem Schaft aus der Exklusivit&auml;t des be­­rittenen Milit&auml;rs die Damenwelt eroberte. Seitdem gibt es in den Dekaden ein st&auml;ndiges Auf und Ab, was den Stiefel an sich und auch seine Schafth&ouml;he betrifft. Als etwa die S&auml;ume in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts wieder nach unten wanderten und somit das Attribut „mini“ verloren, wuchsen die Stiefel auf Knieh&ouml;he nach oben, um mit dem Rock abzuschlie&szlig;en. Alles da­r­&uuml;ber hinaus ist als Overknee heute noch ein eher gewagtes Statement. Am anderen Ende der Skala steht die Stiefelette unter langen R&ouml;cken und der Hose. Und apropos Hose: rein damit? Ist nat&uuml;rlich er­­laubt, wenngleich – so paradox dies auf den ersten Blick scheinen mag – dieser Schuh dazu da ist, unbedecktes Bein zu zeigen. Diese Saison be­­weist sich die Schaftkundige durch mittlere H&ouml;he und dezente Biker-Reminiszenz. Und da schlie&szlig;t sich wieder einmal der modische Kreis, ist doch der Rider vom Reiter nur zwei kleine Buchstaben entfernt.</p>
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		<title>No Prada</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 15:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Achtzigern, die sich ja bedauerlicherweise seit einiger Zeit wieder in unseren Schr&#228;nken und K&#246;pfen breitmachen, gab es f&#252;r Lifestyle-orientierte Menschen nur eine Gewissensfrage …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Achtzigern, die sich ja bedauerlicherweise seit einiger Zeit wieder in unseren Schr&auml;nken und K&ouml;pfen breitmachen, gab es f&uuml;r Lifestyle-orientierte Menschen nur eine Gewissensfrage: Gucci oder Prada? Damals stand Gucci f&uuml;r goldgl&auml;nzende Beschl&auml;ge und wenig subtilen Glamour (Hinweis f&uuml;r die Generation Y: das war, bevor Tom Ford mit dem gro&szlig;en Staubwedel kam). Prada hingegen galt als Puristenmarke, schwarz, schlicht, straight. Zwischenzeitlich wei&szlig; jedes Vorort-Lieschen-M&uuml;ller, dass der Teufel Prada tr&auml;gt, womit das Thema eigentlich erledigt sein d&uuml;rfte und der Text enden k&ouml;nnte, wenn lediglich der Niedergang der einstigen Fashion-Revolution (1985 die erste Edelhandtasche aus Fallschirmnylon, mit der Miuccia Prada ihren in der dritten Generation bestehenden Familient&auml;schnerbetrieb hinterr&uuml;cks auf die Schippe nahm; 1989 die erste Prêt-à-porter-Kollektion, die den damals grellbunten Entw&uuml;rfen der anderen Designer durch ihre Schlichtheit den Atem raubte) zu beklagen w&auml;re. Jedoch ist Prada zum Synonym f&uuml;r den Markenhype geworden, f&uuml;r eine Labelgl&auml;ubigkeit, die sich durchzieht von der Zeitungsvolont&auml;rin bis zur Vorstandsvorsitzenden. Das Ph&auml;nomen der Jedermannsnobelmarke ist derart absurd, dass es sich lohnt, einmal genauer hinzuschauen. Der Ursprungsgedanke der Abgrenzung ist einer teuer erkauften Gew&ouml;hnlichkeit gewichen – ein gesellschaftliches Symptom, das wir als aufgekl&auml;rte Konsumentinnen ja eigentlich sp&auml;testens Anfang dieses Jahrtausends mit Naomi Kleins „No Logo!“-Statement &uuml;berwunden geglaubt hatten. Das Diktat der gro&szlig;en Labels ist aber nach wie vor so &uuml;berpr&auml;sent in den Stra&szlig;enbildern unserer Gro&szlig;- und Kleinst&auml;dte, dass es eigentlich nur ein Mittel dagegen gibt: back to the Roots. Was in unserem Fall nichts anderes hei&szlig;t als: weg vom Marketing-Label, zur&uuml;ck zur Qualit&auml;t als solcher, zur liebevollen Materialauswahl, zur unersch&uuml;tterlich guten Verarbeitung, hin zur Geschichte eines Herstellers, seinen Ideen, Tr&auml;umen, Idealen, die er in seiner Kollektion ausdr&uuml;ckt. Dass wir damit ebenfalls einem Trend folgen – dem zur Individualisierung, den Demografen schon seit einiger Zeit ausmachen und auf den die Fashiongro&szlig;konzerne durch Zersplitterung ihrer Marken in immer kleinere und kleinste Nano-Labels reagieren – damit k&ouml;nnen wir leben. Wir wissen ja, warum wir uns f&uuml;r ein bestimmtes Kleidungsst&uuml;ck, gerade diese Tasche, genau dieses Paar Schuhe entschieden haben: Weil wir es lieben, weil wir uns damit wohlf&uuml;hlen. Mehr soll und kann Mode nicht leisten. Aber auch nicht weniger.</p>
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		<title>Der Schmuck einer Frau</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 09:24:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sind Ihre Haare“ antworten die Puristen, und zerzausen der Angebeteten liebevoll die sorgf&#228;ltig gestylte Frisur. „Ist Ihr L&#228;cheln“ sagen die Geizk&#246;pfe …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Sind Ihre Haare“ antworten die Puristen, und zerzausen der Angebeteten liebevoll die sorgf&auml;ltig gestylte Frisur. „Ist Ihr L&auml;cheln“ sagen die Geizk&ouml;pfe und biegen auf dem Weg zum Juwelier mehr oder weniger elegant ins n&auml;chste Kaffeehaus ab, wo sie uns mit G&ouml;nnermine ein Sektchen bestellen. Und schon sind wir mittendrin im Thema. Denn wer Schmuck tr&auml;gt, tr&auml;gt seine Geschenke auf. Schmuck, besonders den vom Edeljuwelier, kauft man sich nun mal nicht selbst, oder nur in extremen Ausnahmef&auml;llen, wenn beispielsweise als letzte Option der Verehrerabwehr auf die Schnelle eine hochwertige und damit unk&uuml;ndbare Ehe anget&auml;uscht werden muss. Daher ist Schmuck auch der indiskreteste Verr&auml;ter, der sich denken l&auml;sst – er zeigt, welchen Geschmack unser G&ouml;nner pflegt oder welchen er uns zuschreibt. Beides ist nicht immer schmeichelhaft. Aber da m&uuml;ssen wir durch, wenn wir uns derart beschenken lassen. Die einzige M&ouml;glichkeit, hier aktiv gegenzusteuern, ist, sich als Schmuckverweigerin zu positionieren. Dann droht nat&uuml;rlich die Gefahr, statt eines &uuml;berformatigen Wesselton-Diamanten pl&ouml;tzlich ein Induktionskochtopfset sein eigen nennen zu m&uuml;ssen. Bei n&auml;herer Betrachtung &uuml;brigens nicht das Schlechteste, zumal nicht erwartet wird, dass wir uns damit tagt&auml;glich aufs Neue beh&auml;ngen. Schlie&szlig;lich ist das Einzige, was wir jeden Morgen wirklich gerne anlegen, eine anst&auml;ndige Armbanduhr. Die anerkennenden Blicke, die eine beil&auml;ufig getragene IWC oder Jaeger-LeCoultre in guter Gesellschaft ernten, sind sowohl unserem Geschmack zuzuschreiben als auch unserer Klugheit. Schlie&szlig;lich ist ein solches St&uuml;ck entweder selbst gekauft – oder von einem Menschen f&uuml;r uns ausgesucht und erstanden, der sich nicht damit schm&uuml;cken muss, uns schm&uuml;cken zu k&ouml;nnen.</p>
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		<title>Gut betucht. Deshalb kriegen wir den Hals nicht leer</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 09:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nehmen wir einmal an, Sie spielten Strip-Poker. Rein theoretisch nat&#252;rlich nur, in der Praxis pokern wir ja …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir einmal an, Sie spielten Strip-Poker. Rein theoretisch nat&uuml;rlich nur, in der Praxis pokern wir ja am besten ohne Karten – und ohne Strip sowieso. Es w&uuml;rde sich also die Frage stellen: In welcher Reihenfolge trennt sich die kluge Frau von ihren Kleidungsst&uuml;cken? Eine nicht ganz repr&auml;sentative, aber durchaus am&uuml;sante Umfrage ergab eine klare Tendenz zu: 1. Schuhe (wir wollten es uns ohnehin gerade bequem machen). 2. Ehering. 3. G&uuml;rtel. 4. Blazer/Pulli. 5. Str&uuml;mpfe, wenn vorhanden, ansonsten gleich 6. Jeans, 7. Bluse, 8. und 9. Unterw&auml;sche. Und dann, erst dann trennen wir uns von unserem Tuch, das uns die ganze Zeit &uuml;ber durch eine unendliche F&uuml;lle von Tragevarianten perfekt gekleidet hat. Noch sp&auml;ter legen wir lediglich die Uhr ab – zeigt sie uns doch, wann es Zeit ist, mit dem Spa&szlig; aufzuh&ouml;ren bzw. anzufangen. Im richtigen Leben kommt dem Tuch (der Gattungsbegriff steht hier nat&uuml;rlich f&uuml;r mindestens eine Schublade voll feinster Gewebe, Gespinste und Gestricke) eine ebenso elementare Bedeutung zu. Ein Tuch ist nicht mehr und nicht weniger als Ausdruck unseres Charakters, zumindest unseres momentanen, oder was wir davon zeigen wollen. Ob L&ouml;win oder Elfe, Hexe oder Prinzessin, ein Tuch ist Statement. W&auml;hrend sich dank unseres mit der Muttermilch aufgesogenen guten Geschmacks in Verbindung mit unserer naturgegebenen Eitelkeit allzu modische Experimente von selbst verbieten (Sie wissen schon: die Art Verirrungen, f&uuml;r die man, sollten fotografische Dokumentationen davon in der folgenden Dekade an die &Ouml;ffentlichkeit gelangen, eine Zwillingsschwester erfindet), ist das Tuch der Freigeist der Mode und gleichzeitig ihr unerbittlichster Zwang. Denn ohne ein anst&auml;ndiges Tuch geht eben einfach gar nichts. Zum Gl&uuml;ck.</p>
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		<title>„Mein Italiener.“ Eine Liebeserkl&#228;rung</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 15:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Konstanten sollte es im Leben einer gut organisierten Frau geben. Mein Auto. Mein Hund. Mein Italiener.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Konstanten sollte es im Leben einer gut organisierten Frau geben. Um es im vielstrapazierten Duktus einer l&auml;ngst von der Finanzkrise &uuml;berholten Banker-Werbeaussage zu formulieren: Mein Auto. Mein Hund. Mein Italiener. Wobei die Priorit&auml;t eindeutig bei Letztgenanntem liegt. Denn obwohl wir es durchaus mit distanzierter Ironie betrachten, wenn wir im Stammlokal so freudig begr&uuml;&szlig;t werden wie eine seit Jahrzehnten als vermisst gemeldete Verwandte zweiten Grades, die nun mit erheblichen Mitteln ausgestattet und dem Ableben nicht ganz abgeneigt ist, genie&szlig;en wir es doch mit der uns eigenen Grandezza, wenn sich Enzo, Paolo oder Luigi, Inhaber unserer bevorzugten Wirkungsst&auml;tte, mit schmelzendem Blick und mehr als angedeutetem Handkuss &uuml;ber uns beugt, nachdem er uns das Kompliment der Woche („Ciao Bellissima, du wirst auch immer j&uuml;nger“) gemacht hat – nicht ahnend, dass er uns soeben die Effizienz unseres j&uuml;ngsten Beautytreatments best&auml;tigt hat. Als offenkundig emanzipierte Mitgliederinnen der Gesellschaft ist uns ein Begleiter, der uns das komplette Ritualprogramm (T&uuml;r, Mantel, Stuhl) angedeihen l&auml;sst, grunds&auml;tzlich eher peinlich. In mediterraner Form hingegen k&ouml;nnen wir dererlei hemmungslos genie&szlig;en. So wird unser Italiener zum unverzichtbaren Bestandteil der Freizeitgestaltung, ja, zum Indikator der Lebensqualit&auml;t, und daher mit einer Treue gepflegt, von der Ehegatten und &auml;hnlich statuierte Personen nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Entsprechend eifers&uuml;chtig &uuml;berwachen wir unsere Hauptrolle in dieser Lokalit&auml;t, zumindest f&uuml;r die Dauer unseres Aufenthalts, und h&uuml;ten uns, Damen &auml;hnlichen Attraktivit&auml;tsgrades dort einzuf&uuml;hren. Seinen Italiener teilt man nun mal nicht gerne. Hat man keinen, wird es schwierig. Denn in jeder Stadt gibt es nat&uuml;rlich nur begrenzt Trattorias, Enotecas oder Ristoranti, die sich zur derartigen Vereinnahmung eignen. Zumeist sind es die in gehobener Shoppinglage mit unmittelbarer Fu&szlig;g&auml;ngerzonenanbindung, erkennbar auch an der kompromisslosen Au&szlig;enbestuhlung ab Mitte Februar, was nicht nur der Befriedigung von Gel&uuml;sten, die zwischenzeitlich deutschlandweit an die frische Luft verbannt worden sind, dienlich ist, sondern auch dem eigentlichen Sinn und Zweck des Besuchs entspricht: sehen und gesehen werden. Oder warum gehen Sie Essen?</p>
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		<title>Fieber</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 16:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETOILE KONSTANZ</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Fr&uuml;her waren die Welten noch in Ordnung und die Aufgaben klar verteilt. Die Jungs hatten in der guten Stube mit Bier und anderen Flaschen hantierend die Mannschaft anzufeuern und sich durch fachkundige Kommentare und allerlei Simples gegenseitig ihre Kompetenz bez&uuml;glich der rasenden Geschehnisse zu beweisen. Die M&auml;dels hingegen hatten schnittchenschmierend in der K&uuml;che oder anderen Peripherr&auml;umen zu stehen und durch unsachkundige, meist abseitige Zwischenfragen das herrschende Klischee zu best&auml;tigen. War doch einmal eine der Damen so dreist, sich durch ernsthaftes Interesse f&uuml;r das Thema Fu&szlig;ball einen Platz auf der Couch zu erk&auml;mpfen und im Spielverlauf auch noch mit sachdienlichen Hinweisen zu gl&auml;nzen, musste sie dies nach dem Spiel, das ja bekanntlich auch vorher ist, teuer mit einem massiven Verlust sexueller Anziehungskraft bezahlen. Heute, wo sich das Wohnzimmer im &ouml;ffentlichen Raum befindet und Fu&szlig;ball, insbesondere der weltmeisterliche, ein quer durch alle Gesellschaftsschichten akzeptiertes Gro&szlig;ereignis geworden ist, dekorieren wir statt Schnittchen lieber uns selbst und nehmen den Anlass zur Eigeninszenierung ausgiebig wahr. Schlie&szlig;lich ist Fu&szlig;ball zur rundesten Nebensache der Welt geworden, zur Kulisse der urbanen Gro&szlig;party. Wir mischen uns also entweder z&uuml;nftig unter die 7.000 Fu&szlig;ballschaulustigen ins Klein Venedig der S&uuml;dkurier Arena oder lehnen uns im Hafenhalle-Biergarten gepflegt auf unserem reservierten St&uuml;hlchen zur&uuml;ck. Und w&auml;hrend sich die Herren auf der Gro&szlig;leinwand die Beine vertreten, reift die Erkenntnis: Das k&ouml;nnen wir besser. Und auch noch ohne Ball. Oder sind Sie noch nie irgendwo reingegr&auml;tscht, haben jemanden ins Leere laufen lassen, die rote Karte gezeigt oder vor allen anderen ins Abseits gestellt?</p>
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